16 Tage danach

Heute war das erwachen eher merkwürdig. Ich spürte, wie sich mein Auge nicht ganz normal anfühlt. Als ich dann in den Spiegel sah, fiel mir die Schwellung auf. Ich denke es handelt sich dabei um einen Mückenstich, dennoch ist es sehr unangenehm. Es schmerzt nicht, aber es drückt auf mein Auge. Ansonsten fühle ich mich wieder fit – was sehr erfreulich ist. Klar meine Nase ist noch etwas zu, doch das stört mich weiterhin nicht. Mexico meint es nicht ganz so gut mit meiner Gesundheit…

Ich startete meinen Morgen mit einem leckeren Jogurt mit Pfirsich darin. Die Früchte hier sind 1A. Danach machten Felix und ich uns auf den Weg ins Shelter. Heute würde ein regnerischer Tag werden, so wie die letzte Nacht, was bedeutet, dass wir nicht sehr viel unternehmen können. Als wir ankamen im Shelter, war ich etwas genervt über das Gestürm der Hunde. Es ist normal das sie am Morgen so wild sind, aber wenn ich nicht gut geschlafen hab, ist es mir ein wenig zu viel. Alle wollen ständig hochspringen und machen es schwierig in die Area reinzukommen. Nach etwa 10 Minuten legt sich das ganze wieder, bis dich die Hunde mal begrüssen konnten.

Schlafen war eher schwierig diese Nacht, wegen des heftigen Sturmes. Noch nie in meinem Leben habe ich so einen lauten Donner gehört, welcher mich um 3 Uhr weckte. Eigentlich mag ich es, wenn es gewittert in der Nacht, doch hier hört es sich an, als würde die Welt untergehen.

Ich spürte auch, dass die Hunde sehr spezielle Laune hatten, was ich dem Wetter zuschrieb. Sie waren kaum draussen und lagen nur rum, oder zickten sich gegenseitig an. Die Vorstellung, dass sie die ganze Nacht bei diesem Wetter alleine sind, bereitet mir Sorgen. Die wissen auch nicht, was genau los ist und wann es wieder aufhört. Leider kann man jedoch nichts dagegen tun. Um etwa 13:00 Uhr war dann unsere Schicht fertig. Felix wollte mir noch ein Restaurant in der Nähe zeigen. Anscheinend soll es einen wunderschönen Ausblick haben. Was sich dann auch schnell bestätigte. Wir assen beide ein Sandwich. Felix hatte ein „fancy“ Getränk und ich eine Cola. Alles in Allem haben wir etwa 10 Euro bezahlt. Woraufhin unserer erste, kleine Streit ausbrach. – Jeder zahlt immer sein eigenes Essen und trinken. – Meine Sachen waren etwas billiger als seine und ich bezahlte mit etwas mehr Geld um der Kellnerin noch Tipp geben zu können. Daraufhin hatte er die nerven, weniger Geld zu geben (als sein eigenes gekostet hat), weil ich ja mehr gab, woraufhin die Frau im Service kein Trinkgeld mehr hatte. Ich wurde sehr wütend… Nicht weil ich noch einen Teil von Ihm bezahlen musste, sondern wegen seiner ekelhaften Art. Er meinte zu mir „Ja ich hatte es nicht genau passend“ und ich sagte ihm „musst du ja auch nicht, es ist auch okay etwas Tipp zu geben. Es kostete weniger als 5 Euro, ob man da jetzt noch 1 Euro Trinkgeld gibt, sollte jemanden wie uns, nicht schmerzen.“ Ich wollte nicht weiter mit ihm diskutieren, da es um Prinzipien geht und wenn er das nicht versteht, bringt das auch nicht viel. Er ist 26 Jahre alt. Er weiss selbst was recht ist und was nicht.

Anschliessend gingen wir nach Hause und ich entschied mich dazu, einige meiner Kleider in der Dusche zu waschen. Die Shower-Sesh dauerte dementsprechend etwas länger. Ich hängte meine Sachen nach draussen, bis es dann anfing zu regnen. Die Neuen sind anscheinend schon angekommen, doch wir haben sie noch nicht gesehen. Vielleicht sind sie am schlafen 😀 Patrizia und Fabio aus Deutschland, so teilte uns Miriam mit. Mal sehen, ob wir am Abend vielleicht Billard spielen gehen.

Nun werde ich den Regen etwas geniessen. Er hat mir sehr gefehlt. Ich mag den Geruch und die Temperaturen so gerne. Gleich nehme ich mir mein Buch „Narzissten wie wir“ und lese etwas darin. Ich nerve mich leider gerade etwas. Das Datum von meinem gestrigen Eintrag stimmt nicht, obwohl ich den vor 24:00 Uhr verfasst habe… Schade

Auge am Morgen
Frühstück

Lunch

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