6 Tage danach

Es ist 2 Uhr Morgens. Gleich gehe ich schlafen. Morgen habe ich die Frühschicht. ich bin gespannt, was mich erwartet. Buenos Noches!

Um 8:00 quäle ich mich aus dem Bett, um mich für den Tag vorzubereiten. Ich hatte wenig schlaf die Nacht und es wartete ein langer Tag auf mich. Um 9:00 Uhr mussten wir beim Shelter sein. Mit etwas Verspätung kamen wir da auch um 9:10 Uhr an. Die Überraschung war gross. Es war niemand da. Hiess für mich und Felix alles Alleine meistern. Ich traute mir das zwar zu, aber ich wusste es würde kein Zuckerschlecken werden. Am Morgen sind die Hunde immer noch viel wilder, weil sie lange schlafen und aufgeregt sind, wenn sie wieder Menschen sehen. Wir gingen rein, und begannen mit unseren alltäglichen Aufgaben. Felix machte die „PooP-Runde“ und nahm erst den ganzen Kot auf, während ich das Essen zubereitete. Danach probierten wir Alle zu füttern, was eine riesige Herausforderung ist. Zu erst kommen immer die Babys. Da muss man aufpassen, dass auch ja alle fressen und Alle in etwa gleich viel. Alle wollen natürlich immer ausreissen, weshalb die grosse Challenge ist, beim reingehen in ihr Abteil, keinen Auswüchsen zu lassen. Danach kommen die Teenies dran. Die Streiten sich immer ums Essen, also ist es auch hier wichtig, dass jede*r seine Schale in etwa gleichzeitig bekommt. Zum Schluss kommen die grossen dran. Manche essen mega viel und einige gar nichts. Es ist extrem schwierig, da den überblick zu behalten… Wichtig ist, dass jedes Individuum, ein paar Happen nehmen kann, damit sie mit Sicherheit, etwas Nahrung im Magen haben.

Ïm Anschluss ist wieder „PooP-Time“, wo alle abgebunden werden, damit sie ihr Geschäft verrichten können. Als die Hunde gesättigt waren und auf Toilette konnten, durften wir uns ein paar aussuchen, um laufen zu gehen. Mit etwas Pech, habe ich genau die 2 genommen, die am meisten ziehen. Die Runde mit ihnen war schrecklich, sie zu halten beanspruchte meine Kräfte sehr… Ich wollte sie auch nicht ständig würgen, aber was soll man da tun. Sie verstehen nicht, dass wenn sie weniger ziehen würde, ihnen die Leine auch nicht so eng sitzen würde… Etwas genervt und selbst hungrig kam ich in den Shelter zurück. Was mir sehr leid tat, weil niemand was dafür kann, aber meine Nerven lagen blank und durch die Hitze, war mir auch etwas schlecht.

Auf dem Rückweg habe ich mir paar Früchte gekauft, um der Übelkeit entgegen zu wirken. Im Casa konnte ich mich dann kurz duschen und hinlegen, bevor Felix und ich um 16:00 Uhr weiter zum surfen gingen. Für Felix würde es das erste mal sein. Juan erklärt ihm am Land kurz die „Basics“, bevor wir uns ins Wasser stürzten. Dieses Mal hatte ich ein kleineres Board und es hatte mehr Wellen, da sich ein Sturm anbahnte, was alles noch schwieriger machte. Die anderen Surfer nahmen heute auch speziell wenig Rücksicht. Ein kleiner Junge fuhr voll Karacho in meinen Rücken, sowie auch ein Teil meines Beines. Ich hatte Glück, dass er nicht meinen Kopf getroffen hat… Am Rücker einen Kratzer und ein grossen blauen Fleck waren das Geschenk davon. Grundsätzlich hat es Spass gemacht, aber ich war so müde von der Morgenschicht, sodass ich mich nicht extrem freuen konnte. Im Regen zu surfen war trotzdem eine unvergessliche Erfahrung. Auch Felix schlug sich gut, er beendete die Stunde zwar frühzeitig, da er nicht mehr konnte, aber sagte mir, dass es ihm doch gefallen habe. Mit dem Surflehrer guckten wir uns nach dem kleinem Sturm noch den Sonnenuntergang an, was einem wie in einem kitschigen Film vorkam. Als es dunkel war gingen wir nach Hause. Ich mampfte noch den Rest vom asiatisch von gestern und liege nun Todmüde im Bett. Morgen haben wir zum Glück frei. Geplant ist am Mittag zusammen zu kochen und am Abend einen Ausflug in eine Lagune mit Leuchtplankton zu unternehmen. Ich freue mich sehr darauf! Bis Morgen.

Ps: Heute habe ich noch meine Noten für das Semester bekommen, bestanden und Äusseres zu frieden! Fast überall eine 5. So lässt sich doch gut schlafen 😀

Sonnenuntergang
Hunde im Shelter

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