8:15 Uhr Morgens. Ich bin wieder wach. Motiviert für den heutigen Tag. Felix und ich werden mit Juan surfen gehen. Ich bin gespannt wo. Noch gespannter bin ich darauf, wie es Felix macht. Er war noch nie in seinem Leben surfen. Ich frage mich, ob er den Dreh schnell draussen hat. Ich habe etwas Hunger, also gehe ich mir gleich ein paar Früchte holen. Um den Ecken, haben wir einen frischen Frucht-Laden mit den besten Äpfeln die ich je gegessen habe. Bevor wir gehen, will ich mir meine Nägel noch neu lackieren, damit sie beim Surfen, oder im Shelter nicht abbrechen. Beim Surfen heute, werde ich eine Hose anziehen. Ich will meinen -noch etwas vorhandenen Sonnenbrand- nicht noch mehr gefährden. Heute startete ich nach dem erwachen mit einem Duolingo Spanisch Sprachkurs um etwas die Sprache zu lernen. Ich sehe es als Möglichkeit, mir etwas Wortschatz anzueignen. Ich hoffe, ich kann das den Rest der Ferien durchziehen! Buenos Dias!
Leider konnten wir doch nicht surfen gehen… Unser Surflehrer Juan hat uns kurzfristig abgesagt ); Aber wir machen natürlich das beste daraus. Wir beschlossen, einen neuen Strand erkunden zu gehen. Eigentlich wollten wir an den Beach „Playa Manzanillo“, doch auf dem Weg dahin sind wir falsch abgebogen. Halb so schlimm, der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Felix und ich hatten einen wunderschönen Spaziergang durch Klippen und folgten dem Weg zum „Playa Prinzipal“. Ich bin immer wieder beeindruckt von der Kraft des Ozeans. Die Wellen brechen unwiderruflich an die Steine. Der Weg war auf halbem Weg abgebrochen, weshalb wir überlegten zurück zu gehen und eine andere Route zu nehmen, doch waren wir schon zu lange unterwegs um alles wieder an den Anfang zu gehen, weshalb wir uns entschieden zu klettern. Die Leute vor uns, versicherten, dass es machbar sei. Auf dem kurzen Abenteuer haben wir einige Krebse erspäht. Ein paar Fotos später erreichten wir den Strand. Er war nicht gross überlaufen, doch hatte es viel Müll rumliegen, was mich doch sehr störte. Das baden war also begrenzt angenehm.
Um 15:00 machten wir uns wieder auf den Weg zum Shelter. Bei den Hunden, war die Stimmung eher bedrückt. Etwa 3 davon haben einen Virus eingefangen und litten sehr darunter. Wir denken nicht das sie die Nacht überstehen werden. Alejandra, die Mitbesitzerin des Shelters war oft am weinen. Ich und Felix waren auch mit Sarah alleine, was umso mehr Arbeit bedeutete. Wir haben sie das erste Mal zu zweit angeleint und gefütterte, was eigentlich ein schöner Fortschritt wäre, doch belastete es mich sehr zu sehen, wie die anderen 3 leiden. Mal sehen, wie es ihnen Morgen geht. Sara konnte zusätzlich einen Wasser-Schlauch mit Druck organisieren, was die Arbeit in Zukunft auch erleichtern wird. Ein weiterer Fortschritt, über den man sich, anhand der Umstände nur mässig erfreuen kann.
Nach der Arbeit gingen Felix, Alina und Ich bei „La Punta“ zu einem hervorragenden Asiaten. Klingt absurd, in Mexico zu einem Asiaten essen zu gehen, aber ständig Tacos, verleidet schneller als man glaubt. Im Restaurant sassen wir Alle an einem grossen Tisch, mit Leuten aus Israel, was zu sehr interessanten Gesprächen führte! War sprachen über Politik und die Gesellschaft in unseren jeweiligen Heimatländern. Daraufhin beschlossen wir bei „Esmeraldas bei Zicleta“ noch Billard spielen zu gehen. Ich gewann die ersten 3 Spiele, was die Euphorie steigerte. Schnell machten wir Bekanntschaft, mit 3 witzigen Australiern, mit denen wir die restlichen Spiele und den Abend verbrachten. Wir tranken paar Mojitos und zockten in Teams gegeneinander. Wir hatten alle sehr viel Spass. Das surfen haben wir nun auf Morgen 16:00 Uhr, verschoben und arbeiten werden wir dieses Mal am Morgen. Ich bin gespannt, wie sich die Hunde in den frühen Stunden verhalten. Nun ist es 1:50 Uhr und ich muss um 8:00 Uhr wieder aufstehen, um rechtzeitig beim Hundeheim zu sein. Dementsprechend werde ich gleich schlafen gehen.

